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<title>My RSS Feed</title><link>http://jeanlessenich.de/index.html</link><description>Hot News&#x21;</description><dc:language>en</dc:language><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:rights>Copyright 2011 Jean Lessenich</dc:rights><dc:date>2011-10-18T16:54:01+02:00</dc:date><admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.realmacsoftware.com/" />
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<lastBuildDate>Tue, 19 Jul 2011 20:18:02 +0200</lastBuildDate><item><title></title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><category>Gender Identit&#xe4;t/Navajo. Teil 4</category><dc:date>2011-10-18T16:54:01+02:00</dc:date><link>http://jeanlessenich.de/blog/files/3c04279250680eeab2b551cf4abcf00f-3.html#unique-entry-id-3</link><guid isPermaLink="true">http://jeanlessenich.de/blog/files/3c04279250680eeab2b551cf4abcf00f-3.html#unique-entry-id-3</guid><content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><strong>Um die Rolle der Transidentische Menschen in einer Gesellschaft zu verstehen, <br />muss man die Rolle der Frau in dieser verstehen. Teil 2<br /></strong><strong><br /></strong><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1002FF;">Es reicht nicht, die eigene und anderer Leute Erfahrung zu zerst&ouml;ren. Man muss diese Verw&uuml;stung durch ein falsches Bewusstsein  &uuml;berlagern, das (nach Marcuse) an seine eigene Falschheit gew&ouml;hnt ist.<br />Ausbeutung darf als solche nicht gesehen werden. Sie muss als Wohltat gesehen werden. Verfolgung sollte besser nicht als Erfindung einer paranoider Vorstellung abgewertet, sie sollte als Freundlichkeit erfahren werden. <br />Ronald D. Laing, &bdquo;Ph&auml;nomologie der Erfahrung&ldquo;<br /></span></p><p style="text-align:left;"><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><img class="imageStyle" alt="R.D.Laing" width="468" height="408" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry3-r.d.laing.gif" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ronald_D._Laing" rel="self">R.D.Laing<br /></a><br /><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">W&uuml;rde ich das bisher, in der letzten Folge gesagte, alleine so stehen lassen &uuml;ber die Rolle der Navajo Frauen so w&auml;re dies nur eine Seite der Medaille. Es w&auml;re so als w&uuml;rde ich das tragen eines Dirndls als typische Bekleidung junger deutscher Frauen benennen. Als w&uuml;rde ich das Leben der Frauen in der gehobenen Mittelklasse Deutschlands, als typisch f&uuml;r das Leben junger und &auml;lterer deutscher Frauen bezeichnen.<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br />Was in der letzten Folge beschrieben ist das Bild dessen was ich als das Ideal bezeichnen w&uuml;rde, es ist der traditionelle Stil derer, die gebunden sind in ihrer Tradition und diese Leben k&ouml;nnen. Aber die Navajo Leben wie alle noch heute existierenden nativen Nationen unter der Herrschaft der dominierenden Kolonisation der weissen kapitalistischen US amerikanischen und kanadischen Gesellschaft. Was bedeutet das? Das alles was wir hier als Aussage machen k&ouml;nnen als relativ zu betrachten ist. Und in diesem Sinne stimmt die oben gemachte Aussage von Laing auch zur Situation indigener Frauen, aber auch der indigenen M&auml;nner in den USA und Kanada.<br /><br />Den Europ&auml;ern die in den letzten 5 Jahrhunderten den Nordamerikanischen Kontinent eroberten, und dabei mit unvorstellbarer Grausamkeit eine menschliche Lebensalternative ausl&ouml;schten, ist es gelungen diesen V&ouml;lkermord und kulturellen Genozid als romantisches Abenteuer darzustellen. Dank Hollywood und Schriftstellern wie Karl May oder James Fenimore Cooper. Wie ist das m&ouml;glich? Es ist m&ouml;glich, weil wir uns selber t&auml;uschen, wie Laing sagt: <br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1100FF;">&bdquo;Wir in Europa und Nordamerika sind die Kolonialherren. Um unser wunderbares Bild von uns als Gottes Geschenk an die grosse Mehrheit der hungernden Spezies Mensch aufrechtzuerhalten, m&uuml;ssen wir unsere Gewalt nach innen richten auf uns und unsere Kinder.&ldquo; <br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Und dies tun wir indem wir die Wahrheit des V&ouml;lkermordes zur Heldensage des Westerns, des Cowboys und des Trappers verwandeln, und dabei den indigenen Helden am Ende der Geschichte Edel sterben lassen. Siehe Uncas den letzten Mohikaner, Winnetou den H&auml;uptling der Apachen. Denn was solle er in der nun neuen aufziehenden Welt des amerikanischen Kapitalismus? Er ist so &uuml;berfl&uuml;ssig wie die sich selbstbestimmende indigene Frau. Die ebenfalls bei den meisten indianischen Nationen in der Erinnerung ausgel&ouml;scht wurde. Eine der wesentlichen Wahrheiten der Geschichtsschreibung ist, dass die Sieger ihre Wahrheit zur alleinigen Wahrheit erkl&auml;ren und die Verlierer glauben lassen dass diese Wahrheit der Sieger auch ihre eigene sei. So ist die wesentliche F&auml;lschung der Geschichte der Eroberung Amerikas zu verstehen. <br /><br />Vor ein paar Tagen in einem Gespr&auml;ch mit einer Freundin, erkl&auml;rte mit diese: <br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">&bdquo;</span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1300FF;">Dass es ihres Wissens keine einzige Kultur oder Zivilisation auf der Erde gegeben h&auml;tte und hat, in der es m&ouml;glich sei dass zwei M&auml;nner oder zwei Frauen einfach so als Paar zusammen ihr Leben miteinander teilen k&ouml;nne. Auch nicht in den so genannten Matriarchaten oder Gynokratien. Da es letztlich immer &uuml;ber die Herrschaft und Kontrolle der Geb&auml;rmutter, der Zeugung und der Geburt gehe.&ldquo;<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Ich wies sie auf die Laguna Pueblo Schriftstellerin Leslie Marmon Silko hin, ihrem Essay Band &bdquo;Yellow Woman and a Beauty of the Spirit&ldquo;, in dem auf Seite 67 folgende Zeilen zu finden sind:<br /></span><img class="imageStyle" alt="silko_leslie_marmon" width="200" height="213" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry3-silko_leslie_marmon.jpg" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leslie_Marmon_Silko" rel="self">Leslie Marmon Silko</a>, Laguna Pueblo<span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1300FF;">&bdquo;Vor der Ankunft der christlichen Missionare, konnte ein Mann als Frau Leben und mit den Frauen arbeiten. Er konnte einen Mann heiraten und dies ohne jegliche Aufregung der anderen. Ebenso konnte eine Frau wie ein Mann Leben, mit den M&auml;nner zur Jagd gehen, wie sie in den Krieg ziehen und selbstverst&auml;ndlich auch eine Frau heiraten. In der alten Pueblo Weltsicht, waren wir alle eine Mischung aus weiblich und m&auml;nnlich, und die sexuelle Identit&auml;t war ein sich kontinuierlich sich wandelnde. Sexuelle Unterdr&uuml;ckung kam zu uns mit den Missionaren. F&uuml;r unsere Vorfahren, war Heirat eine Sache der sozialen Beziehung, des Teamworks, sieh hatte nichts mit sexueller Erregung zu tun. In den Tagen vor den Puritanern, hie&szlig; Ehe nicht das Ende von Sex mit anderen. Jeder konnte sich einen Liebhaber oder eine Geliebte nehmen.&ldquo;<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><img class="imageStyle" alt="Paula_Gunn_Allen" width="263" height="350" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry3-paula_gunn_allen.jpg" /><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Paula_Gunn_Allen" rel="self">Paula Gunn Allen</a></span>, Laguna Pueblo<span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Die ebenfalls Native Autorin Paula Gunn Allen geht in ihrem Buch: &bdquo;The sacred Hoop, Recovering the Feminine in American Indian Tradition&ldquo;, davon aus, dass die meisten urspr&uuml;nglichen Nativen Nationen Amerikas, wenn nicht Gynokratien so doch zu mindestens Matrilinear waren bevor die europ&auml;ischen Eroberer kamen.<br />Paula Gunn Allen sagt weiter: <br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1400FF;">&bdquo;Am Anfang war Denken, und ihr Name war Frau. Die Mutter, die Gro&szlig;mutter, die Matrone, erkannt von Anfang an bis ins Heute von den Menschen der Amerikas, bewahrt in den &auml;ltesten Traditionen, zelebriert in den sozialen Strukturen, Architektur, Gesetz, Brauchtum und m&uuml;ndlicher Tradition. Ihr verdanken wir unser Leben, und von ihr kommt unsere F&auml;higkeit auszuhalten, jegliche Bedrohung unserer Existenz, AN IHR (Der Erde), an IHR und, unser Sein, in den letzten f&uuml;nfhundert Jahren Kolonisierung. Sie ist die alte Spinnenfrau die uns einwebt in eine Decke, ein Gewebe von Verbindungen und Abh&auml;ngigkeiten. Sie ist der &auml;lteste Gott, die Eine die erinnert und wieder verbindet; und dies durch die Geschichte der letzten f&uuml;nfhundert Jahre. Sie lehrte uns Schmerz und hilflose Wut zu ertragen, wir hielten durch in die Gegenwart, immer noch am Leben, immer noch da, wissend um unsere Bedeutung sicher um unser Wissen das SIE das Zentrum ist, das SIE eins ist mit dem heiligen Kreis des Seins.&ldquo;</span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Times, Georgia, Courier, serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">All dies passte nicht in das Bild, der Eroberer Amerikas. Weder in das Bild der katholischen Spanier und Franzosen noch in das Bild der puritanischen Angelsachsen. Sie hatten ein Bild des Profites und der Ausbeutung vor sich. Als sie die scheinbar, wie sie glaubten, unber&uuml;hrten Landschaften vor sich sahen. F&uuml;r sie wahren die Ureinwohner nichts anderes als eine Form der Tiere die dumm genug waren, wie Benjamin Franklin sagte, sich unter die Knute ihrer Weiber zu begeben. Er meinte damit den Bund des langen Hauses, die vereinten St&auml;mme der Irokesen, oder der sechs Nationen. Von Ihnen klauten die Gr&uuml;nderv&auml;ter der USA die Idee der Vereinigten Staaten, nur liessen sie die Weiberherrschaft weg wie Benjamin Franklin es ausdr&uuml;ckte.<br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="Beth Brant (Dagonwadonti). NYC. (1990) photo by Robert Giard" width="393" height="400" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry3-beth-brant-0028dagonwadonti0029.-nyc.-002819900029-photo-by-robert-giard.jpg" /> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beth_Brant" rel="self">Beth Brant</a>, Mohawk<span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Eine Tochter der Irokesen ist die Mohawk Beth Brant. Aktivistin, Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und bekennende Lesbe, ebenso wie die inzwischen verstorbene Paula Gunn Allen. Sie sagt in: &bdquo;Writing as a Witness&ldquo; &uuml;ber die Geschichte der Beziehung zwischen uns und den Native Americans: <br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1300FF;">&bdquo;Ich denke das Geschichte wie sie uns vermittelt wird eine L&uuml;ge ist  -  geschrieben um das Ego des wei&szlig;en Mannes aufzublasen, um ihre &Uuml;berlegenheit zu demonstrieren.&ldquo; <br /><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Und sie meint damit vor allem die Sage um Pocahantos und deren Beziehung zu ihrer angeblichen Liebe zu John Smith und John Rolfe. Aber auch die Beziehung zwischen uns und unseren indigenen Br&uuml;der und Schwestern. <br /><br />&Uuml;berhaupt Pocahontas, Wie textete Neil Young in den Siebzigern? <br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1300FF;">&bdquo;Pocahontas, Marlon Brando und ich:&ldquo;</span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Pocahontas, die mythische Squaw. Ist sie nicht der Kindertraum eines jeden wei&szlig;en Jungen? Und wie sagt die Native S&auml;ngerin  Annie Humphrey: <br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1100FF;">&bdquo;My Mother always said: Don&lsquo;t let anyone treat you like a squaw.&ldquo;<br /></span><img class="imageStyle" alt="ann_humphrey" width="192" height="237" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry3-ann_humphrey.jpg" /><a href="http://www.myspace.com/anniehumphrey" rel="self">Annie Humphrey, ist eine Ojibway Mutter, Singer und Songwriter und Visual Artist</a><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><a href="http://www.myspace.com/anniehumphrey" rel="self"><br /></a></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br />&bdquo;</span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#1100FF;">Was ist Geschichte?</span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">  Fragt Beth Brant in: &bdquo;Writing as Witness&ldquo;<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#0D00FF;">&bdquo;Ist sie der Besitz der herrschenden weissen Gesellschaft, die sie so benutzt, wie es ihr in ihre Politik passt? Was ist die Geschichte der Frauen? Ist sie immer noch die Geschichte der weissen Frauen, die privilegiert sind durch ihre Geburt? Wird Geschichte etwas neues - eine Erz&auml;hlung aller Nationen - statt der Erz&auml;hlung der europ&auml;ischen Eroberung? Ich bin eine Grossmutter und ich f&uuml;hle es ist absolut notwendig das ich die wahre Geschichte der Amerikas erz&auml;hle. Meine Enkel brauchen Geschichten die ihnen helfen gute M&auml;nner zu werden - die Sorte von M&auml;nnern die unsere Nationen verdienen. Meine Enkel - so viel Sorten von Blut flie&szlig;t in ihren Adern. Unter anderem Mowhawk, Irisches, Schottisches, Polnisches, Cree, Franz&ouml;sisches, Norwegisches und Cherokee - das Blut der Zukunft.<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br />Literatur:<br />1. Ronald D. Laing, &bdquo;Ph&auml;nomologie der Erfahrung&ldquo; edition suhrkamp 314, <br />    11 Auflage 59.-62. Tausend 1981<br /><br /></span><ul class="(null)"><li><span style="font:12px Times, Georgia, Courier, serif; ">2. </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Leslie Marmom Silko, &bdquo;Yellow Woman and a Beauty of the Spirit&ldquo; Essays on Native American Life Today, A Touchstone Book, Published by Simon & Schuster, New York 1997</span></li></ul><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><ul class="(null)"><li><span style="font:12px Times, Georgia, Courier, serif; ">3.  </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Paula Gunn Allen. &bdquo;The Sacred Hoop&ldquo; Recovering the Feminine in American      Indian Traditions,  Beacon Press Copyright 1986, 1992 by  Paula Gunn Allen</span></li></ul><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><ul class="(null)"><li><span style="font:12px Times, Georgia, Courier, serif; ">4. </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Beth Brant, &bdquo;Writing as Witness&ldquo; Woman&lsquo;s Press, Toronto Ontario, Copyright    1994 by Beth Brant</span></li></ul></p>]]></content:encoded></item><item><title></title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><category>Gender Identit&#xe4;t/Navajo. Teil 3</category><dc:date>2011-09-28T10:59:53+02:00</dc:date><link>http://jeanlessenich.de/blog/files/11c97469d1b0af3cc005c83a2b180bc9-2.html#unique-entry-id-2</link><guid isPermaLink="true">http://jeanlessenich.de/blog/files/11c97469d1b0af3cc005c83a2b180bc9-2.html#unique-entry-id-2</guid><content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><strong>Um die Rolle der Transidentische Menschen in einer Gesellschaft zu verstehen, muss man die Rolle der Frau in dieser verstehen. 1.Teil<br /></strong><br /><br /><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">&bdquo;Die Frauen der Navajo, sind die, <br />die in ihrer Gesellschaft die Hosen anhaben. <br />Sie bearbeiten das Land, ziehen die Kinder auf, <br />schlachten die Schafe. <br />Bewahren die Kultur und die Traditionen.&ldquo; <br />              Billy Luther, Navajo Filmemacher<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span></p><p><img class="imageStyle" alt="women_top" width="400" height="209" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry2-women_top.jpg" /> Foto: from &bdquo;Miss Navajo&ldquo; a film by Billy Luther<span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Die Navajo Frauen waren immer schon das Herz des sozialen und &ouml;konomischen Lebens der Navajo Gesellschaft, und kontrollieren so dieselbe. Die Frauen besitzen und besassen von jeher das Land, die Schafsherden, die der Ziegen, Rinder und Pferde. Und vererben diesen Besitz weiter an ihre T&ouml;chter die sie daf&uuml;r trainieren, dies auch zu managen.<br /><br />Die Stellung der Navajo Frau beruht auf Asdzaan Nadleehe (Changing Woman) der Personifizierung der lebenden Erde. Sie repr&auml;sentiert die verschieden Rollen eines Frauenlebens in der Navajo Gesellschaft, schuf die ersten Klans der Navajos, gab die Leitlinien des Miteinanders und begr&uuml;ndete dadurch das matrilineare System. Und dies durch die wesentliche Zeremonie der Navajo Chantways, den Segnungsweg, das H&ograve;zh&ograve;-ji. Das R&uuml;ckgrat der Navajo Weltsicht. Sie richtete mit dieser Zeremonie die Himmelsrichtungen ein, schuf den Ablauf des Jahres wie des Tages, die Lebensalter aller Lebenden Wesen, das Haus der Navajo, den Hogan, dass an jedem Ort, das Zentrum des Navajo Universum verk&ouml;rpert. Da dieses Haus sozusagen ein Mini Universum verk&ouml;rpert. Mit seiner T&uuml;r nach Osten, seiner runden Form, mit seinen Pfosten in Richtung der Himmelsrichtungen ist es ein Abbild des Jahreskreises wie des Tageskreises. <br /><br />All dies legte Asdzaan Nadleehe (Changing Woman) mit dieser ersten Zeremonie, dem Segnungsweg, der Weltsch&ouml;pfungzeremonie fest. Sie gab jedem Ding, der Erde selber, den Bergen, den Tieren den Menschen, den Elementen, alles was ist, eine m&auml;nnliche und weibliche Form. Ebenso eine innere und &auml;ussere Form. Welche dann entweder weiblich oder m&auml;nnlich ist.<br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="Kinaalda-Celebrating-maturity-of-girls-among-the-Navajo" width="480" height="510" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry2-kinaalda-celebrating-maturity-of-girls-among-the-navajo.jpg" />Foto: <span style="font:13px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#001FCD;"><u><a href="http://navajopeople.org/blog/kinaalda-celebrating-maturity-of-girls-among-the-navajo/" rel="self">navajopeople.org/.../</a></u></span><span style="font:13px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#001FCD;"><u><br /></u></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">So gibt es einen weiblichen, wie einen m&auml;nnlichen Wind. Ist der Wind weiblich so ist die innere Form des Windes m&auml;nnlich. Wandelt sich der sanfte weibliche Wind in einen Sturm so wird seine &auml;ussere Form m&auml;nnlich und seine innere Form weiblich.<br /><br />Carolyn Epple l&auml;sst in, &bdquo;A Navajo Worldview and Naadl&egrave;&egrave;hi&ldquo; ihren Informanten (D.B.) mit folgendem Satz zu Wort kommen: &bdquo;Im Navajo Denken ist das m&auml;nnliche assoziiert mit Schutz und Aggression, das weibliche mit Kreativit&auml;t, Fruchtbarkeit, Erfolg, Harmonie und dem Gleichgewicht des H&ograve;zh&ograve;, der universellen Harmonie.&ldquo;<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#424242;"><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Der Navajo Ethnologe Wesley Thomas sagt in dem Dokumentarfilm &bdquo;Two Spirits&ldquo;: <br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">&bdquo;Das erste Gender sei das weibliche, das zweite das m&auml;nnliche.&ldquo; <br /><br />Im Gegensatz zur christlichen Sch&ouml;pfung, stammt die Frau, bei den Navajo nicht aus der Rippe Adams. Nach Wesley Thomas macht das auch den Unterschied zwischen dem Bewusstsein traditioneller Navajo Frauen und dem Bewusstsein europ&auml;ischer und den wei&szlig;en amerikanischen Frauen aus. Wesley Thomas sagt weiter: &bdquo;Das weibliche Geschlecht ist das erste in der Navajo Sch&ouml;pfung. Und damit etabliert es sich auch als das bestimmende Geschlecht in der Navajo Gesellschaft. Es ist also nicht nur zweckdienlich, sondern absolut notwendig f&uuml;r das weibliche Gender, bestimmend f&uuml;r die kulturelle Bestimmung der Frauen, und Sexes bei den Navajo. zu sein.  Alles Leben kommt von der Erde und der Erdfrau, und die bestimmende weibliche Gottheit ist Asdzaan Nadleehe (Changing Woman)&ldquo;. Ich denke deutlicher kann man es nicht sagen.<br /><br />Daraus ergibt sich aber auch, dass das traditionelle Selbstbild der Transidetischen Menschen, des Nadleehe, bei den Navajo, zwangsl&auml;ufig ein anderes ist als dass in unserer Gesellschaft &uuml;bliche Selbstbild von Transsexuellen und Transidentischen Menschen. Nat&uuml;rlich ist mir klar das der Einfluss unserer kolonialistischen westlichen Zivilisation, nicht ohne folgen geblieben ist. Homophobie und Transphobie ist heute auch unter den Navajo zu finden. Nur das wirklich faszinierende an der Mentalit&auml;t der Navajo ist, dass Tradition und Moderne kein Widerspruch sind. Ich glaube die Kraft liegt gerade in der Tradition. Es ist gerade so, dass diese Tradition ihre Kraft aus dem Wort Nadl&egrave;&egrave;he, also Wandlung bezieht. Es ist kein Zufall, dass sie diese Welt in der sie Leben als &bdquo;Wandelbare&ldquo; begreifen und das sie ihre G&ouml;ttin, die Erde, als die &bdquo;Wandelbare Frau&ldquo; benennen. <br /><br />In &bdquo;Art and Language in the Navajo Universe&ldquo; sagt Gary Witherspoon am Schluss seines inzwischen schon zum Standardwerk gewordenen Buches: &bdquo;Es ist nicht &uuml;berraschend, das Changing Woman, die absolute Essenz und Personifizierung von Regeneration, der Verj&uuml;ngung, der Erneuerung und dynamischer Sch&ouml;nheit die Supreme-Mutter der Navajos ist, also die meist gesegnete, die meist verehrte und die absolut wohlwollendste der G&ouml;tter ist. Und, bestimmend ist sie dadurch, dass sie das Kind des statischen m&auml;nnlichen sa&rsquo; ah naagh&agrave;i sowie des aktiven weiblichen bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve; ist. Dies glaube ich, sagt Witherspoon, ist das Modell kreativer Synthesis, dass das Fundament dessen ist, welches als solches die ganze Navajo Kultur durchdringt.<br /><br />In einer Gesellschaft wie die Unsere, also die westliche, weltbeherrschende Zivilisation, in der man Experten braucht um zu erkl&auml;ren was Gl&uuml;ck, Liebe, Freundschaft und Zufriedenheit bedeuten, die den Sinn dieser Begriffe verloren, und dann erst lange Studien und Forschungsprojekte brauchen um diese Ph&auml;nomene menschlichen Lebens zu verstehen. Ist es fast unm&ouml;glich jemanden klar zu machen was unter H&ograve;zh&ograve;-ji zu verstehen ist. Dies ist der Grund, warum es Generationen von &Uuml;bersetzern schwer fiel diesen grunds&auml;tzlichen Begriff der Navajo Weltsicht in unsere abendl&auml;ndischen Sprachen zu &uuml;bersetzen. Man versuchte es mit Sch&ouml;nheitspfad, Segnungsweg, oder harmonische Konditionen oder &auml;hnlichen Wortkonstruktionen. Es ist Witherspoons Leistung es als Synthese zu begreifen, die aus all den Begriffen besteht die der Mensch, unter einem gl&uuml;cklichen harmonischen Leben versteht.<br /><br />Am besten l&auml;sst es sich &uuml;ber das Empfinden verstehen. Denn unsere Empfindungen sind das Element, was uns mit dieser Welt und den Navajo verbindet. Wenn man dann draussen ist, weit weg von allem was unsere heutige Existenz ausmacht, und das Erwachen des Tages, den Sonnenaufgang zur Jahresmitte dem Solstice, mit allen Sinnen erf&auml;hrt, dieses erste feine Licht, die Stimmen der Tiere, der V&ouml;gel, der Fr&ouml;sche, das sich allm&auml;hlich zu einem crescendo steigert. Die Navajo nennen es das erscheinen des Morgentauknaben, das Erwachen der Welt. Und damit nach Meinung der Navajo den Sinn unserer Existenz, die Hingabe ans Leben. An das H&ograve;zh&ograve;.<br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="kinaalda 2" width="219" height="220" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry2-kinaalda-2.jpg" /><img class="imageStyle" alt="kinaalda" width="220" height="203" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry2-kinaalda.jpg" />Fotos: Kinaalda Ceremony, Dee Rambles A Lot<br /><img class="imageStyle" alt="kinaalda--large-msg-121782087013" width="480" height="321" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry2-kinaalda--large-msg-121782087013.jpg" />Foto: Kinaalda Ceremony, MeredithAurelia<span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br />Und dies ist der rechte Moment auf das zusprechen kommen, was eine der wichtigsten, bedeutendsten und heiligsten Zeremonien im Leben einer Navajo Frau ist: Die Kinaalda Zeremonie, in der &uuml;ber den Zeitraum von 4 Tagen das M&auml;dchen zur Frau wird. Im allgemeinen findet diese Zeremonie nach der ersten Periode statt, und sie ist eine Rekonstruktion jenes mythischen Momentes, wo die G&ouml;tter jenes kleine M&auml;dchen in der Mitte der Welt fanden, die das Kind der Nacht und des Morgentauknabens ist. Eben das Kind von &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo;. Eben Asdzaan Nadleehe, Changing Woman. In vier Tagen wurde sie mit der Hilfe der G&ouml;tter eine erwachsene Frau. Dies wird symbolisiert in dem sich das junge M&auml;dchen, gekleidet in ihren feinsten Kleidern, vor Sonnenaufgang auf eine Decke legt in Richtung des Hogan, des Haus Einganges, und w&auml;hrend dessen, mit Massagen ihrer Schwestern, M&uuml;tter, oder anderen weiblichen Verwandten, symbolisch gestreckt und gedehnt wird, damit sie schnell erwachsen und stark wird. Danach startet sie einen Lauf, wenn das erste Licht sich zart am &ouml;stlichen Horizont zeigt, in Richtung Sonnenaufgang ca. eine viertel Meile hin und zur&uuml;ck. Dies wiederholt sich w&auml;hrend der vier Tage jeden Morgen. Tags&uuml;ber darf sie nur eine spezielle Di&auml;t ohne Salz zu sich nehmen. Sie darf sich weder k&auml;mmen noch kleiden all diese T&auml;tigkeiten liegen bei den Frauen die sie betreuen w&auml;hrend dieser Zeremonie. Am letzten Abend bei Einbruch der Dunkelheit, singt der Hataali* die ersten 12 Hogan Lieder aus dem H&ograve;zh&ograve;-ji und nach diesen Ges&auml;ngen, geht es dann weiter mit Gesang und Tanz bis zum Sonnenaufgang, Wobei dann vor Sonnenaufgang dem M&auml;dchen die Haare mit Yuccasud gewaschen und anschliessend mit Maismehl getrocknet. Dann startet sie ihren letzten Lauf bei dem sie von den Kindern begleitet wird, welches symbolisiert, das sie eine gute und starke Mutter werden wird. Wenn sie dann zur&uuml;ck kommt, ist dann die Zeit gekommen, wo der grosse aus Maismehl gebackene Kuchen serviert und alle an dem grossen Festmahl teilnehmen. Sie ist nun im Navajo Sinne eine sich selbstbestimmte Frau und zuk&uuml;nftige Matriarchin.<br /></span><ul class="(null)"><li><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Hataali, S&auml;nger oder Medizin Person manchmal auch als Schamane bezeichnet.</span></li></ul><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br />Literatur:<br />1. Carolyn Epple, &bdquo;A Navajo Worldview and Naadl&egrave;&egrave;hi:<br />Implications for Western Categories, in Two-Spirit-People, Native American Gender Identity, Sexuality, and Spirituality, University of Illinois Press 1997<br /><br />2. Gary Witherspoon, &bdquo;Language and Art in the Navajo Universe&ldquo;<br />The University of Michigan Press 1977<br /><br />3. Wesley Thomas (Navajo), &bdquo;Navajo Cultural Constructions of Gender and Sexuality&ldquo; in Two-Spirit-People, Native American Gender Identity, Sexuality, and Spirituality, University of Illinois Press 1997<br /><br />4.Kinaalda &ndash; Celebrating maturity of Girls among the Navajo<br />by NAVAJOBOY on DECEMBER 16, 2010,Navajo People - The Din&eacute;, Content for this site is provided by </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#000099;"><u><a href="http://dinelady.com/" rel="self">Harry Benally</a></u></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "> a Navajo Carver and Silversmith from Sheep Springs, New Mexico and </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#000099;"><u><a href="http://haroldcarey.com/" rel="self">Harold Carey</a></u></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "> a Navajo Historian from Malad City, Idaho.<br /><br /></span><ul class="(null)"><li><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">&bdquo;Miss Navajo&ldquo; A film by Billy Luther, Distributed by</span></li></ul><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#000099;"><u><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Independent_Lens" rel="self">Independent Lens</a></u></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "> (</span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#000099;"><u><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/United_States">U.S.</a></u></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span></p>]]></content:encoded></item><item><title></title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><category>Gender Identit&#xe4;t/Navajo. Teil 2</category><dc:date>2011-08-24T16:49:09+02:00</dc:date><link>http://jeanlessenich.de/blog/files/f3c50a80b9a42826de958be544d635c4-1.html#unique-entry-id-1</link><guid isPermaLink="true">http://jeanlessenich.de/blog/files/f3c50a80b9a42826de958be544d635c4-1.html#unique-entry-id-1</guid><content:encoded><![CDATA[<img class="imageStyle" alt="Nadlee&#38;#39;he_reichard" width="480" height="272" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry1-nadlee0027he_reichard.gif" /><br /><br /><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; font-weight:bold; font-weight:bold; ">Die fr&uuml;hen Ethnologen und die &bdquo;N&agrave;dleehe&ldquo;.</span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Ich kann in dieser Arbeit nicht auf die Gesamtheit der religi&ouml;sen Vorstellungen der Navajo eingehen.  Mir kommt es dabei mehr auf die spezifischen Gender Vorstellungen der Navajo an. Wobei es nicht zu vermeiden ist, auf Sprache und Religion der Navajo einzugehen. Da dies nicht voneinander zu trennen ist. Die ja die Basis zum Verst&auml;ndnis der Gender Vorstellungen der Navajo ist. Zurzeit wird viel dar&uuml;ber spekuliert, dass da mehr als die herk&ouml;mmlichen Geschlechter seien. Es wird von &bdquo;Two Spirits&ldquo; gesprochen aber auch von der Wiederbelebung der traditionellen Mann/Frauen der Nativen Nationen Nordamerikas. Wie die &bdquo;N&agrave;dleehe&ldquo; der Navajo, die &bdquo;Winkte&ldquo; der Lakotah, oder die &bdquo;Hemaneh&ldquo; der Cheyenne.  Die durch Missionierung der christlichen Kirchen, sowie Oppression derselben, auch der amerikanischen Regierung und der Wei&szlig;en Moral, weitgehend aus der Wahrnehmung verschwunden waren. Siehe dazu als Beispiel Gladys Reichard, &bdquo;Navajo Religion, A Study of Symbolism&ldquo;, Princeton University Press 1974. Ich zitiere:<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; color:#192BFF;">Die Navajo traditionell anerkennen und billigen den Status des Transvestiten (N&agrave;dleehe). Der Hermaphrodit ist eine h&auml;ufige Figur in ihrer Mythologie. Sein Ursprung geht zur&uuml;ck in die Dritte Welt, in der die Hermaphroditen alles lernten &uuml;ber die Arbeit der M&auml;nner und Frauen. Und in der sie als Frauen lebten. Sie gelten als die Erfinder der T&ouml;pferei, des Wassersch&ouml;pfers, des Metate (Korn Mahlstein), der Haarb&uuml;rste, des Kochl&ouml;ffels und des Eimers. Nach Washington Matthews traten sie zum ersten mal in der vierten Welt auf. Und er f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Sie gingen mit den M&auml;nnern als die Geschlechter sich teilten und trieben Unzucht mit ihnen. Der erste Hermaphrodit war auch der erste Mensch der starb und wurde als Toter gesehen am Ort des Aufstiegs&ldquo;.  </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#000000;">(Die Navajo sehen die Sch&ouml;pfung der Welt als einen allm&auml;hlichen Aufstieg. Von der ersten, bis zur jetzigen Welt, der Welt in der wir Leben. Nach ihrer Vorstellung ist dies die f&uuml;nfte Welt. Die Wandelbare. Wobei der Ort des Aufstiegs als so etwas wie die Vagina der Erde zu sehen w&auml;re?)*<br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; color:#192BFF;"><br />Daraus erkl&auml;rt, sich so Matthews, die Furcht der Navajo vor den Toten. Nach Matthews werden solch &bdquo;abnormen Kreaturen&ldquo;** (die Hermaphroditen und Transvestiten) von den Navajo als Verb&uuml;ndete des Todes betrachtet. <br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; color:#192BFF;">   <br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; color:#192BFF;">   </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#000000;">*Meine pers&ouml;nliche Vermutung<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#000000;">   **Von mir in Anf&uuml;hrung gesetzt<br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; color:#192BFF;"><br />Sehr wenig, sagt Reichard, ist als wirkliches Wissen aus erster Hand zu erfahren, &uuml;ber die Transvestiten und Hermaphroditen. Es sieht sogar so aus, als ob es fr&uuml;her mehr von ihnen gegeben habe als heute. </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#010101;">(Kein Wunder, man kann davon ausgehen das zu der Zeit als sich Gladys Reichard in der grossen Reservation aufhielt die wenigsten sich trauten zu outen).<br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; color:#192BFF;"><br />Willard Williams Hill, 1902-1974. Erz&auml;hlt in seinen Schriften von f&uuml;nf  &bdquo;n&agrave;dleehe&ldquo; kennt aber aus pers&ouml;nliche Erfahrung nur einen. <br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">(Aus dem mir hier vorliegenden Text geht nicht hervor das dies &bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo; war.  Dem wohl ber&uuml;hmtesten &bdquo;n&agrave;dleehe&ldquo;.* Heute oft in dieser Schreibweise &bdquo;Kl&agrave;`h&ldquo;. Es war wohl eher die hier sp&auml;ter erw&auml;hnte &bdquo;Kinipai&ldquo;). <br /><br />*&bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo; , verdient sein eigenes Kapitel, da ihre/seine Bedeutung weit &uuml;ber das hinaus geht, ein &bdquo;n&agrave;dleehe&ldquo; zu sein.<br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; "><br /></span><img class="imageStyle" alt="Klah" width="310" height="425" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry1-klah.gif" /><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Hosteen </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">&bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo;</span><span style="font:12px Georgia, serif; "><br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; "><br /></span><span style="font:12px Georgia, serif; color:#1728FF;">Nach Hill hei&szlig;t es das &bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo;, das nachdem die Navajo 1868 das Konzentrationslager am Bosque Rodendo im Fort Sumner verliessen, um in ihre Heimat zur&uuml;ckzukehren von feindlichen Ute &uuml;berfallen wurden und &bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo; entmannten. Und das er deswegen zum Transvestiten wurde. Als Reichard ihn kennenlernte, ein paar Jahre vor seinem Tod, wirkte er auf sie wie jeder Navajo Mann. Seine Kleidung seine Stimme, seine Bewegungen. Er webte - unter den Navajos sind die Frauen die Weber - doch nur mit den Designs der heiligen Sandbilder, welche Teil seines professionelles Wissen waren </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; color:#000000;">(&bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo; war Hat&agrave;&agrave;li, das hei&szlig;t S&auml;nger, heute w&uuml;rde man Schamane sagen, obwohl die S&auml;nger der Navajo eher Priester denn Schamanen sind).</span><span style="font:12px Georgia, serif; color:#1728FF;"> Sie ist sicher, sagt Reichard, da gab es keine Ger&uuml;chte &uuml;ber ihn, hinter vorgehaltener Hand, keine wei&szlig;e Person h&auml;tte ihn als &bdquo;abnormal&ldquo; erkannt. <br /><br />Hill beschreibt dann die Rolle der &bdquo;sexuell Abnormen&ldquo;. Und gibt dann eine Beschreibung von &bdquo;Kinipai&ldquo;. Welche von sich behauptete sie sei eine wahre Hermaphroditin und w&uuml;nsche als Frau behandelt zu werden. Hill beschreibt dann weiter, dass Kinder welche die Anzeichen von gegengeschlechtliches Verhalten zeigten, von den Navajo als gl&uuml;cksverhei&szlig;end angesehen wurden. Und behandelt wurden als seien sie Favoriten. Das der Respekt ihnen gegen&uuml;ber wuchs, je l&auml;nger sie lebten. Es wurde ihnen nachgesagt, das sie Reichtum generieren w&uuml;rden. Reichard meint, dass &bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo; in diesem Sinne extrem clever gewesen, mit seiner F&auml;higkeit, aus beidem der M&auml;nnerarbeit wie der Frauenarbeit seinen Vorteil zu ziehen. Er verdoppelte so seine Ressourcen, abgesehen davon, dass seine T&auml;tigkeit als &bdquo;Hat&agrave;&agrave;li&ldquo; ihm ein erfolgreiches Leben sicherte.<br /><br />Reichard stellt sich nun folgende Fragen, die sich aus den Schl&uuml;ssen Hills ergeben. Woher kommt dieser Respekt gegen&uuml;ber diesen doch offensichtlich &bdquo;abnormen&ldquo; Menschen? War es weil Bisexualit&auml;t zur Unterwelt geh&ouml;rt, war es weil sie verbunden ist mit Tod und anderen Formen des B&ouml;sen? Wird Transvestismus respektiert weil es nicht &uuml;blich und deswegen gef&auml;hrlich? Seit den Tagen der unteren Welten geh&ouml;ren Tod und Reichtum, sexuelle &bdquo;Abnormit&auml;t&ldquo; in die Schublade der Dinge die gef&auml;hrlich, sagt Reichard. Und weiter: Es sollte klargestellt werden, dass zum Beispiel &bdquo;Kinipai&ldquo; begierig war &uuml;ber ihre eigenen sexuellen Erfahrungen und ihre Zauberei zu sprechen, aber Angst hatte &uuml;ber ihre Tr&auml;ume zu sprechen. (Dies gilt Reichard als Best&auml;tigung ihrer Vorstellungen zu diesem Thema. Es ist ihr nicht klar, das sie ihr wei&szlig;es Denken zu dem Thema auf die Navajo projiziert).<br />Hill sagt nun &uuml;ber &bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo;, das dieser die Position des Hermaphroditen (gemeint ist damit der Gott Begochidy) im Navajo Navajo Pantheon rationalisierte. M&ouml;glicherweise tat er das, meint Reichard und sagt weiter: er rationalisierte viele Phasen der Navajo Religion und war sich mehr bewusst als viele andere &bdquo;Hat&agrave;&agrave;li&ldquo;. Und besa&szlig; eine Bildung, in unserem Sinne, die sie nie bei einem anderen Navajo gefunden. (Reichard)</span><span style="font:12px Georgia, serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Soweit nun Gladys Reichard. Wenn man heute den Text liest hat man die Empfindung dass er aus einer anderen Zeit stammt. Ihr Buch wurde zwar in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts publiziert. Aber die Texte stammen zum grossen Teil aus der ersten H&auml;lfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie hatte ja Hosteen Kl&rsquo;ah (&bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo;) noch pers&ouml;nlich gekannt, und kann trotz aller Abneigung gegen diese &bdquo;Abnormen&ldquo; Menschen, in diesem Text nicht verbergen, dass sie beeindruckt von ihr/ihm war.<br /><br />Wie muss man sich die Bedingungen vorstellen, Anfang der dreissiger Jahre, als Gladys Reichard ihre Feldforschung im Gebiet des grossen Reservat auf dem Colorado Plateau durchf&uuml;hrte? <br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="Father-Berard-Haile" width="299" height="397" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry1-father-berard-haile.gif" /><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "> Father Berard Haile</span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Mehr erf&auml;hrt man, wenn man ihr 1934 ver&ouml;ffentlichtes Buch: &bdquo;Spider Woman, A Story of Navajo Weavers and Chanters&ldquo; liest. Ich glaube sie hat die Navajo geliebt. Im Besonderen die Frauen und vor allem deren St&auml;rke. Ein wundervolles Buch. Aber alles was mit den &bdquo;N&agrave;dleehe&ldquo; oder Hosteen &bdquo;tl&agrave;&lsquo;h&ldquo; zu tun, war ihr wie den meisten ihrer Zeitgenossen unbegreiflich. Reichard war Qu&auml;kerin. Matthews war Offizier der US Armee. Er hatte im Norden gegen die Lakotah und gegen die Nez Perc&egrave; gek&auml;mpft. Dann eine Hidatsa Frau geheiratet, mit der er auch einen Sohn gehabt haben soll. Er hat sich dann sp&auml;ter nach Fort Wingate in Arizona versetzen lassen, um dann dort sein Studium der Navajo zu beginnen. Es ist klar, dass diese Pioniere der Ethnologie, wie ihre Kollegen die Missionare, wie z.B. Father Berard Haile, der wohl bedeutenste Ethnologe der ersten H&auml;lfte des zwanzigsten Jahrhunderts, der sich mit den Navajo besch&auml;ftigte. Und ein grosser Teil seines Lebens unter den Navajo verbracht, dann das erste Alphabet der Navajo Sprache entwickelt und ihre Sch&ouml;pfungsgeschichte aufgezeichnet, mit Sicherheit die Objekte seiner Forschung liebte. Aber Ihnen blieb jener Bereich den sie unter dem damals gebr&auml;uchlichen Begriff Berdache* zusammenfassten Fremd.<br /><br />*Berdache, ist eine Namensgebung franz&ouml;sischer Trapper f&uuml;r M&auml;nner und Frauen, die sich dem anderen Geschlecht zugeh&ouml;rig betrachteten. Der Begriff Berdache stammt aus dem persischen, fand seinen Weg ins Franz&ouml;sische und bedeutet Lustknabe. Wurde aber bis vor einigen Jahren auch in der Wissenschaft gebraucht. Da man ja letztlich den Berdache unter &bdquo;indianischer Perversion&ldquo; einordnete.<br /><br />Literatur:<br />Gladys Reichard, &bdquo;Navajo Religion, A Study of Symbolism&ldquo;<br />Princeton University Press 1974<br />&bdquo;Spider Woman, A Story of Navajo Weavers ans Chanters&ldquo;<br />The Rio Grande Press. Inc. Fifht Printing 1981<br /><br />W.W. Hill, &bdquo;The Status of the Hermaphrodite and Transvestite in Navajo Culture&ldquo;<br />American Anthropologist, Vol. 37, pp. 273-9. 1935<br /><br />Washington Matthews. &bdquo;Navajo Legends&ldquo;<br />Memoirs of the American Folk-Lore Society, Vol. 5. 1897<br /><br />Father Berard Haile, Leland C. Wyman.<br />&bdquo;Blessingway&ldquo; The University of Arizona Press. 1970<br />Father Berard Haile, &bdquo;Love-Magic and Butterfly People&ldquo;, American Tribal Religions, Volume Two,<br />Museum of Northern Arizona, 1978 Seite 161-168<br /><br />Clyde Kluckhohn, &bdquo;Navaho Witchcraft&ldquo;, Copyright, 1944 By the President and Fellowas of Harvard College<br />Published by arrangement with the Peabody Museum of Archelogy and Ethnology, Harvard University<br /><br />Jean Lessenich, &bdquo;Nun bin ich die niemals m&uuml;de junge Hirschfrau oder der Ajilee-Mann&ldquo;<br />edition suhrkamp, 1308, 1985<br /><br /><br /><br />Paul G. Zolbrod.<br />&bdquo;Auf dem Weg des Regenbogens&ldquo; Das Buch vom Ursprung der Navajo (Din&egrave; bahane&lsquo;)  M&uuml;nchen: Diederichs, 1988</span>]]></content:encoded></item><item><title></title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><category>Gender Identit&#xe4;t/Navajo. Teil 1</category><dc:date>2011-07-19T20:19:08+02:00</dc:date><link>http://jeanlessenich.de/blog/files/d504034a84aebeea4ffefb864d51e6f7-0.html#unique-entry-id-0</link><guid isPermaLink="true">http://jeanlessenich.de/blog/files/d504034a84aebeea4ffefb864d51e6f7-0.html#unique-entry-id-0</guid><content:encoded><![CDATA[<img class="imageStyle" alt="Blessing-Way" width="290" height="425" src="http://jeanlessenich.de/blog/files/page1_blog_entry0-blessing-way.gif" /><br /><br /><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Asdzaan Nadleehe (Changing Woman) ist die Personifizierung der Erde.<br /></span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">Sie representiert den Wechsel der Jahreszeiten, Geburt (Fr&uuml;hling), Erwachsensein (Sommer),<br />Alter (Herbst), Tod (Winter) und Wiedergeburt im Fr&uuml;hling. Die absolute Verk&ouml;rperung<br />des &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo; Prinzip des Navajo Denkens.<br />Abb. Eines Sandbildes aus dem Segnungsweg der Navajo</span><br /><br /><br /><span style="font:14px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; font-weight:bold; color:#030000;font-weight:bold; ">Versuch &uuml;ber Gender Identit&auml;t, Spiritualit&auml;t und Sexualit&auml;t <br />am Beispiel der Navajo 1. Teil:  Einleitung in den Themenkreis</span><span style="font:14px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; "><br /><br /></span><span style="font:14px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">&bdquo;Wer die Begrifflichkeit der chinesischen Vorstellung des Yin und Yang auf das Weltbild der Navajo-Kultur im S&uuml;dwesten der USA legt, kommt nicht umhin, in gewisser Weise &Auml;hnliches zu entdecken.<br /><br />Das Navajo-Weltbild, sagt Carolyn Epple vom Navajo Community College in &bdquo;A Navajo Worldview and Nadleehi&ldquo;, wird oft diskutiert in der Terminologie des &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo;, also im Sinne eines zyklischen Prozesses, bei dem Jedes und Alles existiert und wird. <br /><br />Die folgenden vier Punkte sind die Hauptbegr&uuml;ndung f&uuml;r diese Argumentation: <br />1. Jede Person, jeder Gedanke und jede Handlung, ja das Universum selber ist ein &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo;-Zyklus. <br />2. Alles ist also von einem h&ouml;heren Standpunkt aus gesehen ein &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo;-Zyklus. <br />3.&bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo; ist also ein lebendes System, in welchem Jeder mit Jedem und Alles mit Allem verbunden ist. <br />4. &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo; verwandelt zyklisch Alles in Alles.<br /><br />In meinen Augen sind die &Auml;hnlichkeiten zum taoistischen Denken Ostasiens offensichtlich. &bdquo;Sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo; ist wie Ying und Yang die sich in ewiger Wandlung befindende durchdringende Polarit&auml;t unserer Existenz. <br /><br />Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied. Ich wei&szlig; nicht, inwieweit die ostasiastische Kultur mal eine matrilineare Ausrichtung hatte, wahrscheinlich ist es schon, da es heute noch in China Minderheitskulturen mit matrilinearen Ausrichtung gibt. Sicher ist auf jeden Fall, dass die Navajos eine matrilineare Kultur haben.<br /><br />Das dies in Ostasien seit mehreren Jahrtausenden nicht mehr der Fall ist, mag die Ursache daf&uuml;r sein, dass das Yin als das Dunkle, Kalte und Nasse, als das Weibliche in Ostasien interpretiert wird, w&auml;hrend das Yang als das dynamische Lichte beschrieben wird. Ganz anders als im &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo; der Navajo. Da ist es eher umgekehrt. Da auch das M&auml;nnliche bei den Navajo positiver gewertet wird als das Weibliche Yin in Ostasien. Anscheinend hat eine patriarchalische Kultur es n&ouml;tiger, das Weibliche herabzusetzen.<br /><br />Wie auch immer, die Kultur der Navajo und die des alten China haben eines gemeinsam mit dem alten Europa, n&auml;mlich die Auffassung des Heraklit, der ja sagte: Alles flie&szlig;t.<br /><br />Wenn man sich aber mit Heraklit n&auml;her befasst, merkt man, dass seine Philosophie nicht von einer statischen Realit&auml;t ausging, wie seine Zeitgenossen, sondern von einer sich stetig wandelnden Realit&auml;t, zu der man in Europa wohl nicht den rechten Zugang fand. Wenig ist erhalten von seinen Schriften und trotzdem ist in dem, was uns von ihm geblieben ist, viel von dem zu finden, was auch von den Taoisten oder den Navajo-Schamanen stammen k&ouml;nnte :<br /><br />&bdquo;Es ist immer dasselbe, Lebendes wie Totes, Waches wie Schlafendes, Junges wie Altes. Das eine schl&auml;gt um in das andere, das andere wiederum schl&auml;gt in das eine um.&ldquo; Fragment B 88<br /><br />Sein Logos-Begriff &auml;hnelt dem chinesischen Tao oder Dao. Hier noch ein Zitat:<br /><br />&bdquo;F&uuml;r diesen Logos aber, obgleich er ewig ist, gewinnen die Menschen kein Verst&auml;ndnis, weder ehe sie ihn vernommen noch sobald sie ihn vernommen. Alles geschieht nach diesem Logos, und doch geb&auml;rden sie sich wie Unerprobte, so oft sie es probieren mit solchen Worten und Werken, wie ich sie k&uuml;nde, ein jegliches nach seiner Natur zerlegend und deutend, wie sich&rsquo;s damit verh&auml;lt.&ldquo; Fragment B1<br /><br />Stellt man daneben Lao-tse, so k&ouml;nnte man von Br&uuml;dern im Geiste reden:<br /><br />&bdquo;Wenn auf Erden alle das Sch&ouml;ne als sch&ouml;n erkennen,
so ist dadurch schon das H&auml;&szlig;liche gesetzt.
Wenn auf Erden alle das Gute als gut erkennen,
so ist dadurch schon das Nichtgute gesetzt.
Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander. 
Schwer und Leicht vollenden einander.
Lang und Kurz gestalten einander. 
Hoch und Tief verkehren einander.
Stimme und Ton sich verm&auml;hlen einander.
Vorher und Nachher folgen einander.&ldquo; <br />                                                          Lao-tse &bdquo;Tao te king&ldquo; Vers 2<br /><br />Die Verwandtschaft von Heraklit und dem chinesischen Denken wird noch deutlicher wenn man Heraklit Fragment B 31 betrachtet:<br /><br />&bdquo;Diese Weltordnung, dieselbige f&uuml;r alle Wesen, hat kein Gott und kein Mensch geschaffen, sondern sie war immerdar und ist und wird sein ewig lebendiges Feuer, nach Ma&szlig;en erglimmend und nach Ma&szlig;en erl&ouml;schend.&ldquo;<br /><br />F&uuml;r Heraklit ist diese Welt Gott. Was hei&szlig;t das? Sehen wir bei Francois Jullien nach, der ja sagt, um aus der Sackgasse des europ&auml;ischen Denkens zu kommen, m&uuml;sse man &bdquo;den Umweg &uuml;ber China&ldquo; beschreiten.<br /><br />Ich zitiere aus Francois Julliens Buch &bdquo;Schattenseiten&ldquo;:<br /><br />&bdquo;In der westlichen Welt ist Heraklit der erste, der diesen die Metaphysik von vornherein durchkreuzenden Weg beschreitet. Dadurch, dass er die Gegenteile ohne vermittelnde Instanz f&uuml;reinander &ouml;ffnet und sie ohne Abstimmung miteinander verkn&uuml;pft, ergreift er offen f&uuml;r diesen Einbruch Partei und l&auml;sst die grundlegende Einheit erscheinen, die vom allgemeinen Diskurs nur verschleiert (und mit der Errichtung der Metaphysik verewigt) wird:<br /><br />&bdquo;Gott ist Tag Nacht, Winter Sommer, Krieg Frieden, Sattheit Hunger&ldquo;. Fragment 67<br /><br />&bdquo;Tag Nacht&ldquo; und nicht &bdquo;Tag und Nacht&ldquo;. Denn nicht dadurch, dass man auf der einen Seite den Tag, auf der anderen die Nacht sieht,<br />auf der einen Seite den Winter, auf der anderen den Sommer, wird man jene Einheit  der gegenseitigen Abh&auml;ngigkeit erfassen, f&uuml;r den Heraklit den Namen &bdquo;Gott&ldquo; gew&auml;hlt hat. Tag &ndash; Nacht: Man darf die Begriffe nicht einzeln einen nach dem anderen aufsagen, wie es &bdquo;die Vielen&ldquo; tun, die nicht &bdquo;wach&ldquo; sind und diese Untrennbarkeit nicht einsehen, den Frieden getrennt vom Krieg oder die Sattheit getrennt vom Hunger begreifen, sondern muss sie zusammenhalten. Tag &ndash; Nacht, Winter &ndash; Sommer, Krieg &ndash; Frieden, Sattheit &ndash; Hunger: Da ist kein &bdquo;Sinn&ldquo; in der eigentlichen (selektiven) Bedeutung des Wortes, sondern die Koh&auml;renz der Gegens&auml;tze wird direkt im Diskurs aufrechterhalten.&ldquo;<br /><br />Soweit Francois Jullien. Und das ist es, was die Navajo meinen, wenn sie den heiligsten Satz ihres Glaubens aussprechen: &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo;.<br /><br />Gary Witherspoon definiert in &bdquo;Language and Art in the Navajo Universe&ldquo; den Begriff &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i bik&rsquo;eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo; so: &bdquo;Die Etymologie von &sbquo;sa&rsquo; ah&rsquo; l&auml;sst erkennen, dass dieser Ausdruck eine Ableitung der Vergangenheitsform von &sbquo;wachsen&rsquo;&sbquo;reifen&rsquo; ist. Dieser verbale Stamm bezeichnet etwas oder jemanden, der geistige Reife oder ein hohes Alter erreicht.&ldquo; <br /><br />&bdquo;Naagh&rsquo;ai&ldquo; ist laut Witherspoon eine von &uuml;ber dreihunderttausend M&ouml;glichkeiten in der Navajo-Sprache, das Verb &sbquo;gehen&rsquo; zu konjugieren. So gesehen bedeutet also beides zusammen &bdquo;sa&rsquo; ah naagh&agrave;i&ldquo; die immer wiederkehrende Erneuerung des Lebens. <br />Also Leben, Sterben, oder Sterben, Leben. Im Sinne Heraklits.<br /><br />Das Wort &bdquo;bik&rsquo;eh&ldquo; ist am einfachsten zu &uuml;bersetzen. Es bedeutet &bdquo;&uuml;bereinstimmend mit diesem&ldquo; oder &bdquo;aus diesem entsteht jenes&ldquo;. Eben das &bdquo;h&ograve;zh&ograve;&ldquo;. Was nach Witherspoon nie angemessen &uuml;bersetzt wurde. Weil es in den europ&auml;ischen Sprachen nicht m&ouml;glich ist, dieses Wort in all seinen Bedeutungen zu wiederzugeben.<br /><br />Denn &bdquo;h&ograve;zh&ograve;&ldquo; beinhaltet die ganze Welt der Erscheinungen, alles was ist und dessen Konditionen. Die Sch&ouml;nheit dieser Welt, die Harmonie des Kosmos. Was war und was sein wird. Die D&auml;mmerung des Morgens, das Licht des Mittags, die Dunkelheit der Nacht. Das Spiel des Windes, das Licht der Sonne und der Wurf des Schattens. <br /><br />Man k&ouml;nnte es auch mit den Worten des  Buddhisten Laie Toba ausdr&uuml;cken. Der, wie es in Dogens &bdquo;Shobogenzo&ldquo; hei&szlig;t, eines Nachts die Stimme eines Flusses im Tal h&ouml;rte und folgende Zeilen verfasste:<br /><br />&bdquo;Die Stimme des Tales ist (Buddhas) reine Zunge,<br />die Form des Berges nichts anderes als sein reiner K&ouml;rper.<br />Vierundachtzigtausend Verse klingen in der Nacht.<br />Wie kann ich dies an einem anderen Tag den Menschen sagen.&ldquo;<br /><br /><br />Wobei zu sagen ist, das mit Buddha nicht der Mensch gemeint ist<br />der Buddha genannt wurde, sondern wie es im &bdquo;Fueko&ldquo; (man k&ouml;nnte es das Zen-Buddhistische Glaubensbekenntnis nennen) hei&szlig;t: <br /><br />&bdquo;Die zehn Richtungen dieser Welt, alles ist Buddha. Alle Bodhisattvas und Mahasattvas, gro&szlig;e Weisheit Vollendung&ldquo; <br /><br />Also das was die Navajo unter &bdquo;h&ograve;zh&ograve;&ldquo; verstehen. Nun werden mir da hunderte von Buddhisten wahrscheinlich sofort widersprechen.<br />Zu ihrer Beruhigung, ich behaupte hier nicht dass ich &bdquo;h&ograve;zh&ograve;&ldquo; mit Erleuchtung im Sinne Buddhas oder irgendeiner buddhistischen Schule gleichsetze. Ich sage nur das was der Laie Toba im alten China erfahren als er die Stimme des Tales und der Berge vernahm, das war was ein Navajo unter &bdquo;h&ograve;zh&ograve;&ldquo; versteht.<br /><br />Letztlich, ist &bdquo;sa ah naagh&agrave;i bik eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo; .Der Ausdruck unseres Geistes, die F&auml;higkeit des Bewusstseins unsere Welt wahrzunehmen, zuerkennen, zu beschreiben.  Aber auch zu formen und damit zu gestalten. Und damit gibt &bdquo;sa ah naagh&agrave;i <br />bik eh h&ograve;zh&ograve;&ldquo; dem Menschen auch die Verantwortung f&uuml;r diese Welt. Und dies ist die Botschaft der Navajo an uns.<br /><br />Wird Fortgesetzt<br /><br />Literatur:<br />1. Carolyn Epple, &bdquo;A Navajo Worldview and Naadl&egrave;&egrave;hi:<br />Implications for Western Categories,<br />in Two-Spirit-People, Native American Gender Identity, Sexuality, and Spirituality, University of Illinois Press 1997<br /><br />2. Die Zitate Heraklit aus Wikipedia<br />http://de.wikipedia.org/wiki/Heraklit<br /><br />3. Francois Jullien, &bdquo;Schattenseiten&ldquo; Vom B&ouml;sen und Negativen,<br />diaphanes, Z&uuml;rich-Berlin 2005<br /><br />4. Gary Witherspoon, &bdquo;Language and Art in the Navajo Universe&ldquo;<br />The University of Michigan Press 1977<br /><br />5. Meister Dogen, &bdquo;Shobogenzo&ldquo; Die Schatzkammer des wahren Dharma-Auges, Werner Kristkeitz Verlag 2003<br /></span>]]></content:encoded></item></channel>
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